Monat 9

Hei,

heute gibt’s den ersten unpünktlichen Monatsbericht. Das hat den Grund, dass mein gesamtes Wochenende sehr spannend und anstrengend war, sodass ich keine Zeit hatte, etwas zu schreiben.
Jetzt bin ich also schon neun Monate in Trondheim. Wie krass ist das denn bitte? Und in sieben Wochen geht es schon wieder nach Hause. Die Zeit vergeht so schnell…

Gefühlslage:
Ich genieße meine letzten Monate. Mir geht es super gut hier, aber ich freue mich auch schon total auf zuhause und alles, was da passieren wird. Im Hinblick aufs Nach-Hause-Fahren habe ich auch gemischte Gefühle. Ich weiß, dass ich Trondheim sehr vermissen werde, allerdings freue ich mich unglaublich auf meine Familie und meine Freunde und darauf, dass ich in Deutschland machen kann, was ich will. Es ist schwierig zu beschreiben, aber jeder in ähnlicher Situation kann es wahrscheinlich nachvollziehen.

Erlebnisse:
Anna und ich waren in Stavanger, haben dort mit netten Leuten gequatscht und als Highlight des Urlaubs den Preikestolen bestiegen.
Nach dem Urlaub hatten wir noch ungefähr eine Woche Sommer in Trondheim, bis es Anfang Mai dann wieder schlechter wurde. In der ersten Maiwoche gab es nochmal Schnee (warum?). Pünktlich zum 17. Mai kam das Sommerwetter aber wieder.
Dann hat das Pony mir noch ein sehr großes Geschenk gemacht und ist liegen geblieben, als ich zu ihm kam und hat mir erlaubt, so mit ihm zu kuscheln. Er ist eigentlich kein Kuschelpony und gehört eher zur angespannteren Sorte Pony und selbst seine Besitzerin hat gesagt, dass er das nicht jedem erlaubt. So ein Süßer ist das, haha.
Und ich habe angefangen, Laufen zu gehen. Die Strecke unten am Fjord lang ist echt schön und morgens ist alles noch so friedlich. Und bis jetzt ziehe ich das auch fleißig durch.
Am ersten Mai waren wir Minigolfen und im Escaperoom, das war auch ein sehr schöner Tag.
Am Ende des Monats kam dann mit dem 17. Mai (norwegischer Nationalfeiertag) ein weiteres Highlight und etwas, worauf ich mich schon vor Norwegen gefreut habe. Ich verrate schonmal so viel: Es war unwirklich, wie in einem Film und danach bin ich todmüde ins Bett gefallen.

Was ich vermisse:
Dunkelheit. Nein Spaß, aber richtig dunkel wird’s trotzdem nicht mehr. Das ging total schnell und die Sonnenuntergänge sind lang und schön.
Ich vermisse mein Dorfleben sehr. Klar hat die Stadt auch ihre Vorteile, aber im Herzen werde ich immer ein Dorfkind sein, dass die Ruhe im Wald und zwischen den Feldern sehr genießt.

Norwegisch:
Eigentlich unverändert. Ich spreche fröhlich vor mich hin, baue norwegische Ausdrücke in deutsche Sätze ein (hauptsächlich, wenn ich mit den anderen Au Pairs rede) und habe jetzt angefangen, einen Podcast auf Norwegisch zu hören, was auch sehr gut funktioniert.

Was ich gelernt habe:
Sommer kann kurz sein, Wetter in Norwegen ist sehr wechselhaft.
Kinder sind lustig und manchmal ein bisschen anstrengend. Aber das wusste ich schon vorher.
Dann hab ich bestimmt (ungewollterweise) viel über Minecraft gelernt. Aber auf das Wissen könnte ich bestimmt auch gut verzichten, aber das Kind macht es glücklich. Und meine Mama hat sich früher bestimmt auch ganz viele Dinge über Pferde oder was weiß ich anhören müssen, die sie nicht sonderlich interessiert haben. Das ist schon okay.

Mein Norwegenaufenthalt neigt sich also langsam dem Ende zu, der Rückflug ist gebucht und ich geh jetzt raus, das schöne Wetter, was wiedergekommen ist, genießen.

Ha det!
Hannah

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s