Monat 6

Hei!

Ich lebe noch! Das mit den Blogeinträgen nachholen hat irgendwie nicht ganz so gut geklappt.. Dafür kommt aber wenigstens das Monatsupdate pünktlich.
Sechs Monate. Ein halbes Jahr wohne ich jetzt schon am Fjord. Unglaublich, oder?
Dann erzähle ich jetzt mal, wie dieser Monat so war:

Gefühlslage:
Das war sehr komisch diesen Monat. Ich habe mich endlich für etwas entschieden, was ich nach Norwegen machen werde. Das hat eine sehr große Last von mir genommen, dass ich einen Großteil des Monats einfach nur glücklich war und angefangen habe, mein Leben zu planen.
Oh, ich habe so viele Veränderungen vor, dass ich es kaum erwarten kann, endlich mit dem Studium anzufangen.
Dann war ich diesen Monat auch sehr ungeduldig, weil ich mich jetzt natürlich noch nicht für die Uni einschreiben kann. Das macht mich ein bisschen kirre, weil ich gerne alles in trockenen Tüchern haben möchte. Aber das lässt sich nunmal nicht beeinflussen.
Einen Tiefpunkt hatte ich diesen Monat allerdings auch, Mitte letzter Woche hat mich ein fieser Magen-Darm-Infekt voll im Griff gehabt und ich hab das erste Mal wegen Krankheit nicht gearbeitet und gefühlt zweieinhalb Tage nur geschlafen. Und ich habe gemerkt, dass Kranksein echt hart ist, wenn keine Mama um einen rumwuselt und einem Salzstangen und Wasser bereitstellt.
Jetzt geht’s mir aber wieder gut und ab morgen starte ich auch wieder mit der Arbeit durch.

Erlebnisse:
Ja, was soll ich sagen. So viel ist nicht passiert. Der Schnee hat sich tatsächlich ungefähr einen Monat gehalten und ist pünktlich mit meinem Infekt verschwunden.
Ansonsten ist echt nicht viel passiert, wir waren einmal auf der Hütte und ich habe mich ohne Ski oder Motorschlitten bei einem Spaziergang sehr fehl am Platze gefühlt (Ski fahren lerne ich diese Woche aber wahrscheinlich).
Und wir haben ein neues Au Pair in Trondheim. Jetzt sind wir zu fünft. Yay. Sie habe ich auch getroffen und wir haben uns echt gut verstanden.
Eigentlich war gestern auch „Neujahrstisch“ (nyttårsbordet) vom Stall, aber ich habe beschlossen, dass es nicht klug ist, als erste „richtige“ Mahlzeit nach einem Infekt und Tagen von trockenem Brot und Wasser als erstes eine fettige Pizza zu essen und habe es deshalb ausfallen lassen. Schade.
Gestern sind wir dann wieder nach Schweden gefahren, weil diese Woche Winterferien sind und wir diese auf der Hütte verbringen. Im Gegensatz zu Trondheim liegt hier noch richtig viel Schnee.

Was ich vermisse:
Ich hätte mich diesen Monat sehr gerne sehr oft mit meiner Mama zusammengesetzt und meine Zukunft geplant. Das ging leider nicht, also haben wir seehr viel telefoniert. Also nichts Neues.
Ansonsten gab es außer den üblichen Verdächtigen nichts, was mir besonders gefehlt hat..

Norwegisch:
Es geht weiter bergauf und Gespräche, bei der sich eine Person mit mir unterhält (zum Beispiel, als B und ich mit einer vom Stall ausreiten waren) klappen echt gut. Norwegisch findet seinen Weg auch immer mehr in meinen täglichen Sprachgebrauch. Wenn ich mit meinen Freunden schreibe oder telefoniere, möchte ich manche Ausdrücke oder Wörter aus dem Norwegischen einbauen. Upsi.
Ich brauche aber dringend eine neue Serie. Wer eine gute norwegische Serie kennt, kann mir sehr gerne Bescheid geben.

Was ich gelernt habe:
Potetmossnø. Also Kartoffelbreischnee. Das ist dieser weiche, lose Schnee, der auf der Straße liegt, wenn schon viele Autos drüber gefahren sind. Ich habe dieses Wort irgendwo aufgeschnappt und es ist soo passend. Vorher habe ich diese Art von Schnee immer mit Heidesand verglichen, aber Kartoffelbrei ist doch so viel passender.
„Lille Petter Edderkopp“ kommt mir jetzt auch zu den Ohren raus. Also den Text habe ich diesen Monat auch gelernt. Das Lied entspricht dem deutschen „Itsy-Bitsy Spinne“.
Kind 3 ist ein sehr großer Fan, aber immerhin ist die Weihnachtsliederzeit im Februar endlich zu Ende gegangen. Hoffentlich..

Ansonsten war dieser Monat wirklich nicht aufregend, aber doch schön. Vor allem mit dem ganzen Schnee, mit dem ich meine deutschen Freunde ganz schön neidisch machen konnte.

Das war also ein halbes Jahr Norwegen. Das waren 185 Tage! Auf die nächsten 138! Hoffen wir mal, dass die nicht so schnell vergehen.

Viele Grüße aus Schweden!
Hannah

2 Kommentare zu „Monat 6

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