Eine Woche Trondheim

Hei!

Ich kann es gar nicht so richtig glauben, dass ich erst eine Woche in Trondheim bin. Eine Woche, in der ich sehr viele neue Eindrücke erhalten habe, mich mit Norwegern auf Deutsch unterhalten habe, zwei große Lieben gefunden habe und sehr dumme Entscheidungen getroffen habe. Also vor allem eine. Und ich habe mir schon dreimal in die Finger geschnitten. Messer in Norwegen sind irgendwie schärfer als gedacht.. Drück mir die Daumen (Haha, Daumen), dass alle Finger dran bleiben.

Eine Woche Norwegen und gerade bin ich dabei, das Land wieder zu verlassen. Ja, du hast richtig gelesen. In ein paar Minuten werde ich nicht mehr in Norwegen sein, sondern in Schweden, wo meine Gastfamilie eine Hütte hat. Keine Angst, ich wurde noch nicht rausgeschmissen. Und Heimweh hab ich auch noch nicht.

Aber jetzt erstmal zu meiner ersten Arbeitswoche. Es war anstrengend. Aber was erwarte ich, wenn nach wochenlangem Nichtstun auf einmal Arbeit kommt und der Wecker um 6:45 Uhr klingelt und nicht erst um 9 Uhr? Ich hatte auf jeden Fall sehr viel Spaß.

Mein Arbeitsalltag sieht so aus, dass ich morgens die Lunchpakete für die Kinder mache, Kind 1 Frühstück bereitstelle und dann auf ein oder zwei Kinder aufpasse, während die anderen in den Kindergarten gebracht werden. Dann hab ich prinzipiell erstmal bis um 15 Uhr frei, da muss ich Kind 3 aus dem Kindergarten abholen. Zwischendurch soll ich noch die Spülmaschine ausräumen und abwaschen. Das mache ich meistens morgens gleich mit. Nachmittags spiele ich dann mit Kind 3 und Kind 1, das aus der Schule nach Hause kommt. Zusammen warten wir auf ein Elternteil mit Kind 2, denn dann gibt es essen. Essenszeiten hier sind sowieso ein bisschen komisch, da schreib ich nochmal was zu. Aber zurück zum Text. Abends kümmere ich mich halb ums Essen, halb um die Kinder – je nach dem, ob sie an mir oder den Eltern hängen – und dann räume ich die Küche auf. Ich arbeite so 5-6h pro Tag und habe den gesamten Vormittag/Mittag frei. Da kann ich machen, was ich will.

Montag hatte ich zum Beispiel um 11 Uhr einen Termin bei der Polizei und das nicht, weil ich schon etwas verbrochen habe, sondern weil man sich hier anmelden muss. Norwegen ist ja kein EU-Land und so musste ich mir bei der Polizei eine Aufenthaltsgenehmigung holen, damit ich in Norwegen arbeiten kann. Das hat auch alles wunderbar funktioniert.

Dienstag hab ich mein Leben am Fjord genossen. Das Wetter war unglaublich.

Ich lasse die Bilder jetzt einfach kommentarlos stehen.

Mittwoch und Donnerstag habe ich endlich ein anderes Au Pair getroffen und wir waren in der Stadt und am Fjord unterwegs. Peter, die Wespe, wurde ihr neues Haustier und wir haben ihren ehemaligen Lehrer getroffen. Was ein Zufall.

Fahrradlift fahren haben wir uns nicht getraut. Aber der Berg ist echt steil, also haben wir hochgeschoben.
Sonnenuntergang über dem Fjord am Mittwoch
Volles Touri-Programm am Donnerstag. Hier ist der Dom in Trondheim. Der ist riesig.
Die Kristiansten Festning. Von hier aus hat man den Blick auf Trondheim.
Unsere Fahrräder mit zur Burg hoch zu nehmen, war bestimmt die dümmste Idee, die wir je hatten, aber wir hatten trotzdem Spaß.

Ja, wir haben unsere Fahrräder mit zur Kristiansten Festning genommen und es bereut. Es waren extrem lustige Vormittage und ich habe endlich was von der Stadt gesehen, wurde von britischen Touristen für eine Norwegerin gehalten und mich sehr über die deutschen Touris aufgeregt (das andere Au Pair und meine Gastmutter finden die auch ganz schrecklich).

Freitag war ein gammliger Tag und ich war nur zuhause abends am Fjord. Mit Decke und Buch und es war wunderschön. Zwar richtig kalt, aber wunderschön.

Sieht man, dass mir kalt war?
Sonnenuntergänge am Fjord sind das beste überhaupt.

Ich habe außerdem meine Liebe zum Brunost entdeckt (ein karamellisierter Käse, schmeckt besser, als es klingt). Zum norwegischen Essen kommt aber noch ein eigener Beitrag.

Meine zweite Liebe ist und bleibt der Fjord, der einfach immer anders ist und dessen Bilder irgendwann meine SD-Karte sprengen..

Wie du siehst, habe ich schon sehr viel erlebt und bin jeden Abend todmüde voller neuer Eindrücke. Mit den Kindern verstehe ich mich immer besser und mein Norwegisch verbessert sich ständig. Verstehen klappt schon richtig gut. Und Dinge wie „Tu das nicht“ funktionieren auch. Auch wenn ich manchmal bestimmt richtig unfreundlich klinge , weil ich es einfach noch nicht besser kann.. Aber bald gibt es ja den Norwegischkurs, auf den ich mich schon sehr freue.

Ha det!

Hannah

2 Kommentare zu „Eine Woche Trondheim

  1. Der Daumenwitz ist punktreif!

    Ich weiß ganz genau was du meinst. Als am 20.8. mein Wecker meinte um 5:50 zu wecken dachte ich (und mein Körper) nur: „Willst du mich eigentlich verkackeiern?“. Hinzu kam das am Vorabend der Melder meinte „Hey Nils guck mal, ein Einsatz“ und ich dementprechend fertig war danach. Mittlerweile geht das aufstehen eigentlich ganz gut.

    Gehst du mit Peter auch regelmäßig Gassi?

    Brunost…will auch das klingt lecker *.*

    uuuuund weiter geht es 😀

    Gefällt 1 Person

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