Meine ersten Tage in Norwegen

Hei!

Momentan wirst du mit Blogbeiträgen überhäuft, aber genauso bekomme ich einen neuen Eindruck nach dem nächsten.

Mein Samstag verlief ziemlich entspannt. Nach dem Frühstück ging es auf einen Spielplatz in einem wunderschönen Park. Ich bin immer noch geflasht, wie nah hier alles ist. Aber das ist auch eine Großstadt, auch wenn man es da, wo ich lebe, gar nicht so mitbekommt.
Der Park war auf jeden Fall sehr modern und neben dem Spielplatz für die Kleinen gibt es auch noch Volleyballfelder und Grills für die Großen.

Mittags mussten wir wieder nach Hause, damit Kind 3 (also das Jüngste) Mittagsschlaf machen kann. Die Kinder haben also Mittag gegessen. Ich nicht, denn ich war vom Frühstück noch genug gesättigt. Als Kind 3 dann geschlafen hat, wurde ich damit beauftragt, auf es aufzupassen und zu bespaßen, wenn es aufwacht. Der Rest der Familie ist solange einkaufen gefahren.

Als es dann wach war, haben Kind 3 und ich uns echt gut verstanden und seine Mama sagt, es liebt mich. Wenn es mich sieht, winkt es und lacht und wenn es mich mal nicht sieht, meckert es. Echt niedlich.

Weil eigentlich noch ein Kinobesuch, der dann kurzfristig abgesagt wurde, anstand, gab es um 17 Uhr schon Abendessen. Veganes Sushi. Ein neues Gericht auf meiner „Mag-ich-nicht“ – Liste.

Statt Kino gab es dann Lebensmitteleinkäufe und ich wurde in ein großes Shoppingcenter gebracht, in dem der Laden versteckt war. Da gab es einfach alles, von Waschmaschinen über Regenanzüge bis zur Wassermelone. Alles in einem Laden. Faszinierend, wie ich fand.

Zuhause angekommen habe ich mir noch ein Brot gemacht und bin auch bald ins Bett gegangen.

Am nächsten Tag stand mehr an. Morgens gab es wieder Frühstück und dann ging es mit meiner Gastmutter und den Kindern in einen Science Center. Ich weiß nicht, wer es besser fand, die Kinder oder ich. Ich fand es auf jeden Fall ziemlich gut gemacht. Auf dem Weg dorthin habe ich eine wichtige Sache über Norwegen gelernt: es gibt für alles eine App. Zum Beispiel zum Parkschein bezahlen. Automaten sind out. Mit deiner Parkscheinapp kannst du die Zeit einstellen und per Kreditkarte bezahlen. Wenn du länger parkst, musst du nicht zum Auto zurückrennen, sondern es einfach über die App einstellen. Ähnliches gilt, wenn du nicht so lange parkst, wie ursprünglich geplant. Dann kannst du das der App einfach sagen und du bezahlst auch nur das, was du wirklich geparkt hast. Sehr fortschrittlich diese Norweger…

Auf dem Weg zum Museum durfte ich auch das Touristenfoto schlechthin machen, das Foto, was als erstes auftaucht, wenn man bei Google Bilder nach Trondheim sucht.

das Trondheimfoto schlechthin

Wieder zuhause angekommen, hab ich mich erstmal auf den Weg zum Fjord gemacht. Ist ja nicht weit und ich wollte ein bisschen spazieren gehen. Ich hatte von einem kleinen Berg eine unglaublich schöne Aussicht und wäre am liebsten dageblieben, aber leider hat es wie blöd angefangen zu regnen und ich habe mich schweren Herzens dazu entschieden, nicht krank werden zu wollen und hab mich auf den Rückweg gemacht. Ich war klatschnass, als ich zuhause war. Da hab ich dann auch gleich mit Kind 3 gespielt, während meine Gasteltern die Geburtstagsfeier für Kind 2 vorbereitet haben. Und oh mein Gott, was war das für eine Feier… Zehn Kinder im Kindergartenalter, die alle richtig schick angezogen waren. Die Mädchen trugen schicke Kleider, die Jungen ordentliche Hosen und Hemden. Ich habe mich mit Jeans und T-Shirt noch nie so underdressed zwischen Kindern gefühlt. Aber meine Gasteltern waren zum Glück ähnlich leger gekleidet wie ich. Die Feier dauerte auch nur zwei Stunden, von denen die meiste Zeit gegessen wurde. Dann gab es noch eine kleine Schnitzeljagd und die Feier war beendet. Meine Aufgabe während der Party war, auf Kind 3 aufzupassen, da es ein bisschen zu viele Leute usw für dieses war.

Dann gab es Essen für mich und später bin ich recht müde schlafen gegangen.

Ich lebe mich immer besser hier ein und mir geht es richtig gut hier. Ich könnte stundenlang am Fjord sitzen und betrachten, wenn der Regen mir nicht in die Quere kommen würde. Kind 2 ist noch etwas skeptisch, aber mit den anderen beiden verstehe ich mich echt gut. Die Sprachbarriere stört zwar, aber auch das wird von Tag zu Tag besser.

Ha det!

P.S.: Es tut mir leid, wenn dieser Beitrag nicht ganz so schön formatiert ist, aber mein Laptop mag sich nicht mit dem WLAN verbinden. Deshalb musste ich alles mit dem Handy machen 🙂

(es folgt eine kleine Auswahl an Bildern von meinem Spaziergang)

das Wetter hier schlägt sehr schnell um
IMG-20180819-WA0007.jpeg
dieser Strand heißt korsvika
img-20180819-wa0000.jpeg
korsvika
ein bisschen diesig, aber wunderschön
ja, ein bisschen komisch fand ich es schon, im August einen Schal zu tragen, aber es war kalt und windig

3 Kommentare zu „Meine ersten Tage in Norwegen

  1. Hi Hannah, wenn man einen Blog macht, kann man auch unerwartete Leser haben!😉So wird es Dir mit mir gehen, macht aber hoffentlich nix. Dein Blog ist toll und interessant, die Fotos schön. Ich bin gespannt, ob Du den ein JAHR lang durchhältst und bin schon neugierig auf die nächsten Einträge. Ich wünsche Dir eine tolle Zeit! Andi (Geheimnis gelüftet :Leonies Vater!)

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  2. Kommentarmarathon, Klappe die 2.: *klapp*

    Das die Norweger viiiiiiiiel fortschrittlicher sind als wir in Deutschland ist auch keine Kunst. Aber das hat mein Vater auch erzählt das da alles viel „einfacher“ (?) abgewickelt wird. BTW in Buchholz wurde neulich auch das Parken per App eingeführt (großer Artikel im Wochenblatt, das war gefühlt ne Weltneuheit)… tjaaaaaaaa… wenn ich das richtig mitbekommen habe gibt es in Buchholz 3 verschiedene Anbieter und pro Parkplatz darf nur einer sein… #neulandundso

    Kann man als angehender (momentan Nivea verkaufender) Fachinformatiker für Systemintegration vielleicht helfen beim WLAN? Oder hat sich das mittlerweile erledigt?

    Sooo und der nächste Artikel… *grins*

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