Der Flug

Hei!

Ich hatte einen super Start in mein Norwegen-Abenteuer und davon möchte ich dir jetzt erzählen:
Freitagmorgen konnte ich nicht frühstücken. Mir war sehr übel, weil ich so aufgeregt war. Es war viel schlimmer als die Tage davor und so bestand mein Frühstück aus einer Tasse Tee. Die erste feste Nahrung, die ich an diesem Tag zu mir genommen habe, war ein Muffin am Flughafen, wo die Übelkeit auf einmal verschwand.
Ein paar meiner Freunde sind mit zum Flughafen gekommen, um mich zu verabschieden, was mich total gefreut hat. Am Flughafen angekommen, habe ich mich erstmal in die Check-In-Schlange gestellt. Ich hatte zwar am Vortag schon online eingecheckt, aber ich musste meine Koffer, von denen der eine noch 5 Kilogramm Übergepäck hatte, noch abgeben (von besagtem Koffer war außerdem morgens noch der Reißverschluss kaputt gegangen, weshalb wir ihn wunderschön mit Paketklebeband zugeklebt hatten).

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ich, in der Schlange vom Check-In, mit Rucksack, meinen zwei Koffern und meinem Kissen

Seltsamerweise (oder soll ich sagen: „zum Glück“?) hat der Computer der Check-In-Dame sich nicht beschwert und wir mussten keinen Aufpreis zahlen. Damit war die erste Hürde genommen und die Koffer waren aufgegeben. Meinen ausgewählten Sitzplatz durfte ich auch behalten. Das war sehr gut, denn ich hatte am letzten Sonntag ein Mädchen aus meinem Norwegischkurs wiedergetroffen und wir haben festgestellt, dass wir am gleichen Tag in unser Auslandsabenteuer starten. Daraufhin haben wir uns Plätze nebeneinander ausgesucht und diese auch bekommen. Also musste ich zumindest nach Oslo nicht alleine fliegen.
Und dann hieß es auch schon „Tschüß“ sagen. Es flossen viele Tränen und mit roten Augen schafften es meine Flugpartnerin und ich es sehr schnell und problemlos durch die Sicherheitskontrolle und zum Gate. Wir mussten noch ein wenig warten bis zum Boarding, aber die Zeit verging wie im Fluge (haha, gibt das einen Punkt, Trabbi?), denn wir waren viel zu aufgeregt und redeten beide viel zu viel.
Im Flugzeug angekommen, war ich sehr glücklich, dass ich meinen Rucksack, der eigentlich zu schwer und 5cm zu groß war, problemlos mitnehmen durfte. Hürde 2 des Tages war geschafft.
Der Flug nach Oslo verging sehr schnell und beim Landeanflug klebten wir förmlich am Fenster. Norwegen ist halt auch von oben wunderschön.
In Oslo hieß es dann Abschied nehmen, da sie dort blieb und ich meinen Anschlussflug bekommen wollte.

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in Oslo konnte ich meinen Koffern dabei zusehen, wie sie ins Flugzeug eingestiegen sind

Das Gate für diesen zu finden, war kein Problem, auch wenn ich minutenlang durch menschenleere Gänge gehen musste. Am Gate durfte ich dann noch etwas warten und dabei konnte ich mein Flugzeug betrachten.
Für den Flug nach Trondheim hatte ich einen Fensterplatz und der mittlere Platz in meiner Reihe war frei. Also hatte ich wieder viel zu viel Glück. Das Flugzeug war allerdings gefühlt dreimal so laut wie das andere, sodass ich sehr froh über meine Noise-Cancelling-Kopfhörer war. Sonst wäre ich wahrscheinlich an Kopfschmerzen gestorben. Mit Musik und ganz viel Aufregung ging es Richtung Norden. Und ich gebe offen und ehrlich zu, dass beim Landeanflug die ein oder andere Freudenträne geflossen ist. Eindeutig zu viele Tränen an diesem Tag, aber ich habe mich einfach so gefreut, endlich in Norwegen zu sein. Ich habe über zwei Jahre daraufhin gearbeitet und es ist ein krasses Gefühl, wenn du weißt, dass sich jetzt dein Herzenswunsch erfüllt.

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mein erster Blick auf Trondheim und den Fjord

In Trondheim angekommen war ich erstmal erschlagen von dem Blick auf den Fjord. Der Flughafen in Trondheim ist nicht groß und so hatte ich innerhalb von zwanzig Minuten meine Koffer und suchte vor dem Gebäude den Flybussen, einen Bus, der mich in die Stadt bringen sollte. Das Ticket dafür hatte ich ein paar Tage vorher online gekauft und so klappte auch hier alles problemlos. An der Haltestelle musste ich noch kurz auf meine Gastmutter warten, da sie Schwierigkeiten hatte, einen Parkplatz zu finden.
Nach einer kurzen Autofahrt waren wir dann auch schon „zuhause“ und ich lernte den Rest der Familie kennen. Das Haus ist superschön und vom Wohnzimmer sieht man direkt auf den Fjord. Die Familie ist auch supernett und ich fühle mich erstmal richtig wohl. Es gab Pizza zum Abendbrot und danach gab es eine Kissenschlacht, die uns „Erwachsene“ ein wenig gewundert hat, da die Kinder eigentlich recht schüchtern sein sollten. Irgendwann war ich dann unter Kindern und Kissen begraben. Als die Kinder dann im Bett waren, konnte ich meine Koffer ausräumen und um halb zwölf endlich schlafen.
Die Kommunikation klappt übrigens recht gut, mit den Kindern gibt’s Zeichensprache und Norwegischfetzen und mit den Eltern Englisch. Allerdings wollte eines der Kinder mit mir ein Spiel spielen, bei dem man sich gegenseitig Wörter erklären muss. Das war für den ersten Tag doch ein bisschen sehr zu schwierig für mich. Aber ich kann es schon recht gut verstehen, wenn die Kinder etwas sagen, da sie einfach nicht so komplexe Sätze bilden und manche Wörter dem Deutschen oder Englischen sehr ähnlich sind.

Der Tag war auf jeden Fall sehr anstrengend gewesen, aber ich bin einfach nur so glücklich hier. Norwegen ist und bleibt das Land meiner Träume und ich scheine es mit meiner Gastfamilie echt gut getroffen zu haben. Mal sehen, was die Zukunft so bringt.

Ha det!
Hannah

3 Kommentare zu „Der Flug

  1. Das klingt doch alles erst einmal super 😍 wieso bin ich auch sehr aufgeregt wie es weitergeht?
    Ich Fieber auf jeden Fall mit, also wehe du hörst auf zu schreiben

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  2. Was denn hier los???? O.o Ich bekomme Konkurrenz!!!!11!!1!!!!!!11!!1!
    Okay also erstmal: ich bin jetzt wieder da, jetzt wird wieder durchkommentiert! *hier Bizepsemoji einfügen*
    Der Witz bekommt ein Punkt und du bekommst noch ein Punkt, weil du die Frage nach einem Punkt im Text eingebaut hast. Damit habe ich nicht gerechnet, musste laut lachen. Danke dafür ^.^
    Freut mich das das alles so super angefangen hat. Werde jetzt mal die restlichen Artikel lesen. Bin gespannt wie ein Flitzbogen. Hihihihihihi.*vorfreudenfreu*

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